Mittwoch, 2. März 2011

Kaufparadies der Träume

Tagein, Tagaus sitzen wir da und beobachten das Kaufhaus der Träume. Doch leider sind Träume nur Schäume.
Der Geruch von frisch gemahlenen Kaffeebohnen aus der Feinschmeckerecke dringt manchmal durch die Pforten dieses Paradieses. Dann fühlen wir normalen Sterblichen uns näher an der heilen Welt, aus der wir vor langer Zeit gejagt wurden oder die wir nie betreten durften.

Ganz selten steigen auch mal die erlesensten Düfte der Parfümerie auf dem Keller nach oben. Es ist diese Mischung aus Leder, Kölnisch Wasser und Tabak, die sich dann wie ein Zauber über den Harkonnenplatz legt. Vielleicht kommt noch ein wenig Zimt mit einer Prise Lavendel dazu - durchwirkt von einem kräftigen Schuss Limone. So ungefähr muss es im Himmel bei den Engeln riechen. Das werden wir hoffentlich dann auch erleben, wenn das Leid hier auf Erden vorbei ist.

Zu denen gehören wir jedenfalls nicht, zu den Menschen, die von Gott ausersehen wurden, schon zu Lebzeiten so halb im Paradies zu liegen. Das sind Jene, die im Kaufhaus der Träume ein und aus gehen, die dem Pförtner, wir nennen ihn Buckelkarli, mal eine Münze zustecken und ganz stolz ihren frisch gekauften Honigwein lässig schlendernd nach Hause tragen.
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